Universität Wien

Prozess der Entwicklungsplanung

Entwicklungsplanung seit 2005

Den ersten Entwicklungsplan beschloss die Universität Wien im Jahr 2005. Damit verschriftlichte die Universität Wien erstmals in ihrer knapp 650-jährigen Geschichte ein gesamtuniversitäres Strategiepapier.

Das Rektorat der Universität Wien bereitet jeweils auf Basis des Entwicklungsplans und der Zielvereinbarungen einen Entwurf für die Leistungsvereinbarung vor. Genehmigt wird dieser durch den Universitätsrat. Der Senat kann eine Stellungnahme abgeben. Durch die Leistungsvereinbarung mit dem Bundesministerium wird dann wiederum die budgetäre Planungssicherheit für die nächsten drei Jahre der Universität gegeben.

Schritte der Entwicklungsplanung 2004 bis 2016

2004:

  • Juli: Veröffentlichung der Prinzipien der Entwicklungsplanung Das Rektorat macht - nach der Diskussion mit den Dekanen, der ÖH, den Dienststellenausschüssen und dem Senat sowie dem Universitätsrat - die "Prinzipien der Entwicklungsplanung" bekannt.
  • 2. Halbjahr 2004: Erstellung von Fragen und Daten für die Entwicklungsplanung der Fakultäten Unter der Leitung der DekanInnen und Zentrumsleiter und unter Einbindung der MitarbeiterInnen und der Studierendenvertretungen werden die Fakultäten und Zentren ersucht, Vorschläge zur Entwicklungsplanung zu erarbeiten. Diese Vorschläge erfolgen unter Bedachtnahme des Meinungsspektrums innerhalb der Fakultät bzw. des Zentrums.

2005:

  • Jänner: Zusammenführung aller Ergebnisse der Fakultäts- und Zentrumspapiere in einem gesamtuniversitären Entwicklungsplan durch das Rektorat, das das Gesamtdokument dem Senat zur Stellungnahme vorlegt.
  • Zentrale Aufgabe des Entwicklungsplans ist, Leitlinien in Forschung und Lehre zu setzen, insbesondere: weitere Verbesserungen in der Lehre zu erreichen, Forschungsschwerpunkte zu definieren und Professuren zu widmen.
  • 1. Juli: Nach der einstimmigen Annahme durch den Senat genehmigt der Universitätsrat den Entwicklungsplan der Universität Wien einstimmig. Der Entwicklungsplan ist "Messlatte" für die gesteckten Ziele für die kommenden Jahre.

2006-2011:

Die Entwicklungsplanung erfolgt rollierend. Ein mehrjähriger Planungshorizont erlaubt die konsequente Verfolgung auch längerfristiger Ziele. Etwa alle ein bis eineinhalb Jahre werden in den Fakultäten und Zentren sowie auf gesamtuniversitärer Ebene die Entwicklungsplanung und insbesondere auch die fachlichen Widmungen auszuschreibender Professuren überprüft und gegebenenfalls angepasst, wobei etwa abwechselnd "kleinere" und "größere" Revisionen vorgenommen wurden. Die Genehmigungen durch den Universitätsrat erfolgten am 28. April 2006, 14. März 2008 und 29. April 2009. Die Genehmigung 2009 war wesentlicher Bestandteil der Vorbereitungen auf die Leistungsvereinbarung 2010-2012. Eine weitere "kleine" Revision des Entwicklungsplans wurde vom Universitätsrat am 4. März 2011 genehmigt, die Anpassungen im Bereich der fachlichen Widmungen auszuschreibender Professuren umfasste.

2011/12:

Mit 1. Oktober 2011 nahm das Rektorat unter der Leitung von Rektor Heinz W. Engl die Arbeit auf. Oberste Priorität hatte von Beginn an die Entwicklungsplanung. Das Rektorat erstellte den Entwurf des Entwicklungsplans in enger und intensiver Abstimmung mit den Fakultäten und Zentren. Im Fakultätsbereich standen die Zielvereinbarungen 2012 daher ganz im Zeichen der Entwicklungsplanung. Neben den fakultäts- und zentrumsspezifischen Teilen enthält der Entwicklungsplan der Universität Wien auch die universitären Ziele in Forschung und Lehre bis 2015. Das Rektorat erarbeitete diese parallel und führte die einzelnen Bestandteile zu einem Vorschlag für den Entwicklungsplan zusammen. Die Genehmigung durch den Universitätsrat erfolgte am 27. Jänner 2012. Der genehmigte Entwicklungsplan war wiederum Grundlage für die Leistungsvereinbarung mit dem Bund für 2013–2015.

2013:

Eine weitere "kleine" Revision des Entwicklungsplans wurde vom Universitätsrat am 8. November 2013 genehmigt, die punktuelle Anpassungen im Bereich des Angebots an Masterstudien vorsieht sowie fachliche Widmungen einzelner Professuren festlegt.

2014/15:

Begonnen wurde der Prozess zur Erstellung des Entwicklungsplans bereits zum Jahreswechsel 2013/2014 mit den Monitoring-Gesprächen für das Jahr 2014 zwischen den Fakultäts-/Zentrumsleitungen, den Fakultäts-/Zentrumskonferenzen und dem Rektorat. Nach rektoratsinternen Planungen im Sommersemester gab es über die Sommermonate 2014 Abstimmungsgespräche zwischen dem Rektor und den Fakultäts- und Zentrumsleitungen. Weiters fanden die Diskussionen in den Fakultäten und Zentren statt, teilweise auch unter Einbindung der fakultären Scientific Advisory Boards.

Am 18. November 2014 beschloss das Rektorat den Entwurf des Entwicklungsplans „Universität Wien 2020“ und leitete diesen dem Senat zur Stellungnahme zu. Der Senat hat entsprechend den gesetzlichen Vorgaben eine Zweimonatsfrist für die Behandlung des Entwurfs des Entwicklungsplans. Die Genehmigung des Entwicklungsplans erfolgt durch den Universitätsrat. Die Genehmigung erfolgte am 23. Jänner 2015.

Der Entwicklungsplan „Universität Wien 2020“ ist die Grundlage für die Erarbeitung des Entwurfs der Leistungsvereinbarung 2016-2018, welche 2015 mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft verhandelt wird.

2016:

Eine weitere "kleine" Revision des Entwicklungsplans wurde vom Universitätsrat am 28. Oktober 2016 genehmigt, die eine Anzahl an Stellen nach § 99 Abs. 4 UG für assoziierte ProfessorInnen festlegt sowie weitere punktuelle Anpassungen vorsieht.